…. denke ich, wenn ich die Gender’diskussionen‘ höre und lese.

…. denke ich, wenn ich mal wieder Geschichten höre, wie Mann und Frau sich ganz real in oder am Ende von Partnerschaften weh tun.

…. denke ich, wenn von Bekannten (real erlebt) berichtet wird, welche kulturellen Unterschiede es gibt und wie diese heute, teils in nächster Nachbarschaft gelebt werden.

…. denke ich grundsätzlich bei Missverständnissen, die zu Gehässigkeiten werden können, egal ob zwischen Mann und Frau oder auch innergeschlechtlich.

Es ist genug. Es ist wirklich genug.

Zu lange haben wir gekämpft. Erst die einen, dann die anderen.

Matriarchat. Patriarchat. Von jedem gibt es eine erlöste Form, so ahne ich. Wo es dem jeweils anderen Geschlecht gut geht. Man füreinander da ist. Häufig wurde und wird es noch anders gelebt.


mehr

Mir ist schlecht. Ganz ehrlich: mir ist schlecht… Gerade fühle ich es körperlich. Nicht das erste mal in den letzten knapp 3 Wochen. Doch so intensiv wie im Moment noch nie.

Was ist los mit uns? Mit uns Erwachsenen? Wann haben wir aufgehört, Menschen zu sein. Menschlich zu sein: ehrlich, mutig, wahrhaftig, gerecht. – Von mir aus auch ängstlich, von mir aus auch wütend. Doch bitte ehrlich. Einfach nur ehrlich.

Wir Erwachsenen scheinen gefangen von unseren Rollen, getrieben von Angst oder Gier oder Ego. Oder einer Mischung aus allen Dreien. Gerade, wenn wir in unseren Funktionen stecken – in Behörden, in Unternehmen.

Herbert Grönemeyer singt in seinem Lied ‚Kinder an die Macht': ‚Gebt den Kindern das Kommando, denn sie berechnen nicht, was sie tun.‘ …

Liegt es daran?! … dass wir berechnen, was wir tun?! Dass wir in Nutzen denken – für uns und andere? Dass wir glauben, rechnen zu müssen mit unserer Zeit, unserer Ressourcen, den Konsequenzen?

Das Leben hat mir wieder einmal eine spannende Lernaufgabe geschenkt: vor 3 Wochen eskalierte ein schon länger bestehender Konflikt in der Klasse meines ältesten Sohnes mit einer der Lehrerinnen. Was sich mir im Nachgang bei den Gesprächen mit Klassenkameraden zeigte, veranlasste mich, ihn aus diesem Unterricht zu nehmen, bis wieder gewährleistet ist, dass die Kids während des Unterrichts geschützt sind und respektvoll behandelt werden. Dass sie gehört werden mit ihren Bedürfnissen, sagen können, wenn ihre Grenzen überschritten sind, wenn sie sich persönlich angegriffen und beleidigt fühlen oder wenn sie sehen, dass andere in der Klasse, beleidigt oder eben respektlos behandelt werden. … und dass es perspektivisch so weit nie wieder kommen muss.

In der heutigen Zeit scheint es keinen Raum mehr zu geben für Verborgenes. Alles wird aufgedeckt, kommt ans Licht –  im Kleinen wie im Großen. Wir sehen es als Skandale in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, im Sport, doch genauso im Kleinen in den Familien oder bei uns selbst als Selbstbetrug, der sichtbar wird.

Das Leben fordert uns auf – jeden von uns – mutig unseren Weg zu gehen. Unseren eigenen Weg, der von Wahrhaftigkeit und unserer eigenen Wahrheit geprägt ist. Uns Raum und Zeit zu geben, diese kennenzulernen und zu ihr zu stehen, für sie einzustehen. Die Wahrheit, die tiefer sitzt als im Kopf. Die im Herzen sitzt: die Wahrheit des Herzens wird sie häufig genannt.

In der Schule meines Sohnes gab es natürlich viel Aufregung durch die von mir veranlasste Befreiung. Die durch mich empfohlene Mediation mit einer erfahrenen Mediatorin, die auch zufällig Mutter in dieser Klasse ist, wurde abgelehnt. Man wolle es schulintern lösen….

… und so gab es einen ersten Termin vor allen Dingen mit Erwachsenen: 4 Lehrerinnen, 1 Mutter (also ich) und dann hatte ich noch Martin, meinen Partner bei MenschBank dabei, der Anwalt ist und dem das Thema Lösungsmanagement sehr, wirklich sehr am Herzen liegt. Mindestens genauso wie die Kids selbst. Die 2 Klassensprecher schilderten kurz die Situation in der Klasse, danach wurden sie entlassen – und die Erwachsenen sprachen.

Am nächsten Tag schickte ich den Schülersprechern folgende Nachricht:

Liebe/r …,
Ihr seid meine Helden von gestern, echt!!!
Danke Euch für Euren Mut, viel mehr noch für Euer klares, reflektiertes und wertschätzendes Feedback.
Wir Erwachsenen sind oftmals wie ‚die großen Leute‘ im Kleinen Prinzen und ich hoffe auf Nachsicht und Geduld von Euch Kids und Jugendlichen mit uns ‚Geschäftsleuten und Eitlen, Herrschern und Säufern‘.
Eine Lösung, wie ich gehofft hatte, gab es gestern nicht.
Doch wir bleiben dran, versprochen…
Und wir haben sehr genau hingehört auf Eure Worte und Wünsche und werden damit weitergehen.
Also nochmals, Danke Euch!
Silke, Max‘ Mama

Ich ahnte nicht, dass dieses ‚wir bleiben dran, versprochen….‘ mit so viel Widerständen bzw. Vermeidung von Schulseite einher geht. Sieht man denn nicht, was hier passiert?! Oder hat man einfach nur Angst, dass etwas sichtbar wird, was man lieber verborgen hält – dass dies Konsequenzen haben könnte…

Doch genau diese Konsequenzen braucht es doch!!! … hier wächst die nächste Generation heran. Die nächsten Lehrer, Manager, Unternehmer. Nur wenn wir ihnen zeigen, dass der Artikel 1 unseres Grundgesetzes gewahrt bleibt, auch – oder gerade – in Situationen, wo Hierarchien herrschen (wie es in der Schule so häufig noch ist), nur wenn wir ihnen das zeigen und vorleben, werden sie es weiterleben. Konflikte oder Fehler gehören zum Leben dazu – unter den Teppich kehren, löst es nicht, sie beginnen mehr und mehr zu stören und Ressourcen zu blockieren (kosten Zeit & Geld u.a.). Die Angst davor lähmt am meisten.

Heute wäre ein nächster Termin gewesen, vereinbart letzte Woche mit entsprechenden Rahmenbedingungen. Dieser Termin hat nicht stattgefunden – die Lehrerin hat sich dann doch nicht auf den vereinbarten, klaren und für die Kids und sie geschützten Rahmen einlassen wollen – oder können. Ich fühle Angst (im System), ich fühle die Ohnmacht … und mir ist schlecht, einfach nur schlecht, weil ich von Mensch zu Mensch schaue und mir denke:

Wo seid Ihr?! Ihr mutigen, neugierigen, ehrlichen Menschen, die ihr einmal wart…. wann habt Ihr das verloren?! Und  vor allem: was braucht es, dass Ihr Euch erinnert?! Dass IHR EUCH ERINNERT und erkennt, dass wir ‚großen Leute‘ als Geschäftsleute und Eitle, Herrscher und Säufer eindeutig sehr verwunderlich sind ….

Ein Teil von mir versteht die Erwachsenen, weiß ich doch, dass jede/r von uns seine eigene Geschichte hat. Eigene Verletzungen, eigenes Nichtgehörtwerden erfahren hat. Diese Erfahrungen sind oft weit weg gepackt in uns selbst – durch solche Erlebnisse im Außen werden auch diese sichtbar. Schmerzhaft, häufig sehr schmerzhaft. Wir dürfen erkennen, dass unser Gegenüber nicht ‚Schuld‘ ist, sondern wir ihm dankbar sein können für das Erinnern an den Schmerz und die Möglichkeit, ihn zu lösen. Dass wir dankbar sein können vor allem dann, wenn es besonders weh macht. Besonders unangenehm ist.

Wahrscheinlich brauche auch – oder gerade – ich die Geduld mit den Erwachsenen, wahrscheinlich sogar mit mir selbst. Geduld und Verstehen. Ich hoffe so sehr, dass die Lehrerin und die Schule verstehen mögen, dass wir eine gute Lösung für alle anstreben. Wir denken nicht in Schuld – darum geht es doch gar nicht / Schuld gibt es nicht. Sondern es geht nur um gutes Verständnis für einander, eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung, die von Vertrauen geprägt ist. So macht das Lernen nicht nur mehr Spass, sondern auch die Ergebnisse sind besser – ein Beispiel zeigen Ausschnitte in dem aktuell in den Programmkinos zu sehenden Film ‚Tomorrow-Die Welt ist voller Lösungen‘, wo u.a. das finnische Schulsystem gezeigt wird, dass gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern die Pisa-Studie anführt.

Das Schuljahr ist in einer Woche in Sachsen zu Ende. Mein Sohn wechselt die Schule – besagte Lehrerin und seine Erkenntnis aus der Weisheit ‚love it, change it or leave it‘ haben ihn schon vor über einem halben Jahr diese Entscheidung treffen lassen.

Doch auch wenn das Schuljahr zu Ende geht, gilt unser Versprechen: an die Schüler der aktuellen Klasse meines Sohnes, an alle Schüler dieser Schule – und wenn ich Martin’s Vision heran ziehe, für tatsächlich alle Schüler – bundesweit:

WIR BLEIBEN DRAN!!!, VERSPROCHEN ….

 

Gibt es einen 3 Punkte-Plan? Eine 10-Schritte-Empfehlung? Eine Zielerreichungsgarantie? – denn so etwas wird ja so gerne in Blogartikeln versprochen.

Ganz ehrlich: ich hab keinen. Alles, was ich habe, ist meinen inneren Kompass, meine Klarheit, mein Mitgefühl, meine Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, meinen Mut. (darüber hatte ich zu Beginn dieser Situation ein Video gemacht – schlechte Qualität, doch es war mir nicht möglich, die Gedanken später so auf den Punkt wiederzugeben, deshalb dieses Wackel/Rausch-Video)

Alles, was ich auch habe, ist meine Erschöpfung, meine Enttäuschung, meine Wut, teils meine Tränen, meine (gerade) Übelkeit, mein Nichtwissen.  Die kommen immer wieder. Wieder und wieder.

Doch ich geb nicht auf, solange ich ahne, dass es eine Lösung gibt. Und es gibt immer eine Lösung. Mindestens eine. Und so gehe ich weiter – Schritt für Schritt.

Mir bleibt zu sagen: habt auch Ihr Mut. Mutig zu leben, mutig zu handeln. Entsprechend Eurer Werte, Eurer Träume – Eurer großen, wirklich großen Träume.

Fragt Euch: was habt Ihr der Welt zu geben, und dann geht dafür. Schritt für Schritt. Von Weggabelung zu Weggabelung.

 

Es wird einen Unterschied machen in der Welt, einen großen. Versprochen <3


mehr
Quelle: FB-Post von Daniela Hutter / von Doris www.leben-dig.ch

Quelle: FB-Post von Daniela Hutter / von Doris www.leben-dig.ch

*Wutrede in Anlehnung an die wirklich großartige gleichnamige Rede von Christian Lindner über das Thema Scheitern / Fehlerkultur in Bezug auf unternehmerisches Engagement.  

…. es gibt Tage, die stehen unter einem ‚besonderen Stern‘. Die letzten Tage waren es offensichtlich. Gefühlt hab ich zunächst ständig geheult. Nicht aus Trauer, sondern vor Wut und vor allem Erkenntnis. Kennt Ihr das Gefühl?!

Auf einmal schienen die letzten 10 echt anstrengenden Jahre meines Lebens Sinn zu machen. Sinn deshalb, weil es meinen Erfahrungsschatz und meinen Blick auf so viele Facetten des Lebens geweitet hat und es sich anfühlt, als brauchte ich genau dies, um heute authentisch und kraftvoll eintreten zu können, für das, was ich ‚MenschBank‘ nenne.


mehr

Bildschirmfoto 2013-10-16 um 10.12.56Herzlich Willkommen auf meinem BLOG. Richtig: hier ist noch vieles am Entstehen. Hier sind noch nicht alle Seiten gefüllt…
Dies wird sich nach-und-nach ändern, denn so ist meine Erfahrung im Moment, dass beim Gehen der Weg sichtbar wird. Du magst fragen: was ist Dein Ziel?! …. ganz einfach: ein erfülltes Leben zu leben.

Und zu entdecken, was für mich ein ‚erfülltes Leben‘ bedeutet, was ‚der rote Faden meines Lebens ist – das ist mein Weg. Daran will ich Dich als LeserIn teilhaben lassen. Mal mehr und sehr regelmäßig. Mal weniger, wenn wie in den letzten Wochen die Prioritäten anders gesetzt und es eher Zeit für Innenschau war.


mehr

Bildschirmfoto 2016-03-03 um 07.44.46‚Du bist aber mutig!‘ wird immer wieder zu mir gesagt. Meine Antwort lautet dann meist ‚Ich bin nicht mutiger als Du, ich habe nur keine Angst!‘

Und wirklich!! – ich dachte, ich hätte keine Angst (mehr). Wissend, dass Ängste ‚Erfahrungen aus der Vergangenheit sind und mit dem Hier und Jetzt nichts zu tun haben‘. Wissend, dass Ängste mich nur lähmen, Fehler machen lassen, als ‚self fulfilling prophecy‘ sich bestätigen, indem ich meinen Fokus darauf richte, was ich nicht will (wovor ich Angst habe) anstatt frei und mit offenen Herzen mich darauf zu konzentrieren, wofür ich gehen möchte.

Ja, ich dachte, ich hätte keine Ängste … und doch ‚durfte‘ die letzten Wochen und Monate Ängste FÜHLEN. In verschiedenen Situationen. Langsam kommend und immer stärker werden. Körperlich extrem spürbar. Herzrasen, zittrige Knie, starkes Schwitzen, innere Unruhe.


mehr

Mut der Frauen

Vor 1,5 Jahren fiel mir ein Buch in die Hände. In der Münchner Amalienstraße in einem kleinen Buchladen lag es im Schaufenster: ‚Mut der Frauen. – Sternstunden der Zivilcourage‘ heißt es. Ich trete ein in den Buchladen. Mit der Dame an der Kasse komme ich ins Gespräch und siehe da, sie kennt den Autor persönlich. Er wohnt nur wenige Häuser entfernt. Und sie selbst ist die Verlegerin dieses Buches.

Die Geschichte ist einfach und berührend zugleich: Der Autor sollte 1945 als knapp 16jähriger wegen der Verweigerung eines unsinnigen Befehls von einer SS-Streife erschossen werden. Mutige Frauen aus seinem Dorf haben ihm das Leben gerettet, indem sie sich zwischen ihn und die SS-Schärgen stellten. Er lief um sein Leben, versteckte sich und überlebte. Sein Buch über verschiedene Lebensbilder aus der Weltgeschichte zeigt Facetten des Mutes, ist aus tiefer Dankbarkeit an die Frauen geschrieben und kommt – das ist spürbar – direkt aus dem Herzen.


mehr
ML 2014.09.09
Reden über Probleme schafft Probleme.
Reden über Lösungen schafft Lösungen. (Steve De Shazer)

Heute fiel mir in Instagram das Bild einer Wohnungsanzeige auf, auf dem der Satz ‚Diese Wohnung eignet sich besonders für ein Paar oder eine Einzelperson.‘ markiert war. Im weiteren Text der Anzeige war von der traumhaft schönen Terrasse, dem ruhigen Garten, dem tollen Blick zu lesen …

Folgenden Kommentar fügte die Instagrammerin hinzu: ‚Da könnte ich kotzen, schreibt doch gleich „wir wollen keine familie mit kindern“…nur so zur info, das ist ne 89qm Wohnung! „Ideal für eine Einzelperson“…pah. ..und das schlimmste ist, dass das leider keine Ausnahme ist. Lese das immer wieder. Wir finden nie eine neue wohnung :(‚


mehr

ML 2014.09.08

‚Ach schüttel mich, schüttel mich – meine Äpfel sind alle miteinander reif!‘ …

… ruft der Apfelbaum in Grimms Märchen ‚Frau Holle‘. Und wir erinnern uns, dass die Goldmarie den Baum schüttelte und alle Äpfel zusammen auf einen Haufen legte. Die Pechmarie hingegen sagte: ‚Du kommst mir Recht – es könnte mir einer auf den Kopf fallen!‘ und zum Brot im Backofen sagte sie: ‚Pffffhh – da hätte ich Lust, mich schmutzig  zu machen!‘


mehr

ML 2014.09.04

Ich bin dankbar, nicht, weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht. (Seneca)

Seht Ihr die Pflanzen auf dem Bild? …. das sind Magnolien, das ist Flieder, Rosenbüsche, Schmetterlingsflieder, Jasmin und vieles, vieles mehr. Und – es ist erst der erste Teil von noch mehr Rosen, Büschen, Obstbäumen und, und, und ….


mehr

ML 2014.07.03

Ein Arzt besuchte seine Patienten im Altenheim. Ihm fiel ein 96-jähriger Mann auf, der stets zufrieden und freundlich war. Eines Tages sprach ihn der Arzt darauf an und fragte nach dem Geheimnis seiner Freude. Lachend antwortete der alte Herr: „Herr Doktor, ich nehme jeden Tag zwei Pillen ein, die helfen mir!“

Verwundert schaute ihn der Arzt an und fragte: „Zwei Pillen nehmen Sie täglich? Die habe ich Ihnen doch gar nicht verordnet!“
Verschmitzt antwortete der Mann: „Das können Sie auch gar nicht, Herr Doktor. Am Morgen nehme ich gleich nach dem Aufstehen die Pille Zufriedenheit. Und am Abend, bevor ich einschlafe, nehme ich die Pille Dankbarkeit. Diese beiden Arzneien haben ihre Wirkung noch nie verfehlt.“
„Das will ich Ihnen gerne glauben“, meinte der Arzt. „Ihr gutes Rezept werde ich weiterempfehlen. Zufriedenheit und Dankbarkeit sind Gewalten, vor der alle finsteren Mächte weichen.“ (nach Hermann Bezzel)


mehr


Impressum